Zahnriemenwechsel - 1.5 dCi ... der zu mehr wurde

    • [Clio B]
      bist zuweit weg von mir.
      bin in bayern, aber allgäu

      ich habe die nockenwellenschraube nicht aufbekommen für den simmerringwechsel, hatte dann keinen bock mehr und ihn gelassen.

      hätte spazialwerkzeug da dafür, aber es nicht benutzt.

      gibt den dorn für die riemenscheibe
      und einen zahnradblockierer (Mot 1509) den man gerne am f4r benutzt, hab nicht geschaut ob man dies fürn diesel benutzen kann. weil der hat nur eine nocke, aber vielleicht gehts durch die hochdruckpumpe.


      für die nockenkerbe gibts was für die benzin 16v motoren, fürn diesel ist mir nichts bekannt
      freu mich über Likes ;)
      Guten Morgen!

      Ich bin gestern aufgrund der Arbeit zu nichts mehr am Clio gekommen. Heut morgen gabs aber die Clioweltlektüre zum Frühstück ;)

      schreiberchen schrieb:

      für die 16v gibts ein Feststellteil für die NW, beim 8v weiß ich net. Aber dass die Schrauben brutal fest sind, kann ich bestätigen. Hab bei mir das 1m Eisenrohr zum Lösen gebraucht (mit gaaaaaanz viel Gefühl...).


      Hast du vielleicht ein Foto von diesem Feststellwerkzeug? :)


      Karsten schrieb:

      cliosport.net/threads/initiale…-yes-diesel.811796/page-2

      Schau mal der hat beider Räder abbekommen und schraubt auch in der Garage. Den kannst auch fragen.

      Der Link ist Spitze! Danke Karsten :D
      Mach besser die NWschraube noch nicht auf, wenn du sie nicht mit der Welle fixieren kannst oder dir damit nicht ganz sicher bist. Mach das später, wenn alles schon mal wieder passend zusammengebaut war und sich sauber drehen lässt, wenn du den Simmering wechseln willst. Sonst läuft man Gefahr, sich mit den Markierungen und Steuerzeiten zu vertun.
      Theobrominstatus auf kritisches Niveau gefallen - umgehend Schokolade nachfüllen!
      Guten Abend,

      ich habe länger nichts mehr geschrieben. Das lag daran, dass ich unter der Woche spät zu Hause war und dann an Schrauben nicht mehr zu denken war. Am Freitag und Samstag ging ein bisschen was vorwärts. Zwar nur Anbauteile drumrum und zeitweise auch nur Davorstehen und Sinnieren, wie ich denn jetzt am besten anstelle.
      Gleich mal vorweg. Mein Talent zur richtigen Zeit Fotos zu schießen, um anschließend den Arbeitsprozess mit Bildern schön dokumentieren zu können, hält sich in Grenzen. Das ist definitiv noch ausbaufähig. ;)

      Inzwischen sind beide Antriebswellen und auch die Achsschenkel samt Querlenker draußen. Bei dem ganzen Rost am Stabi und den Bremshaltern (wurden erst im Dezember gesandstrahlt. Was das fiese Flüssigsalz heutzutage in kürzester Zeit anrichtet.... X/ ) kann ich das gleich mitmachen.
      Dabei haben mich ein festsitzender Spurstangenkopf und vergammelte Gummilagerschrauben zwischen Querlenker und Stabi gut geärgert. Die Querlenker-Stabiverbindung habe ich schließlich aufgesägt. Die Gummis waren hinüber und ich hab zudem noch einen Satz neuer Lager seit nem einem Jahr hier liegen. Das Prozedere war bisher eine ziemliche Sauerei, weil immer im Wechsel WD40 und die Ratsche bei den verrosteten Schrauben zum Einsatz kamen. Da mir das aber klar war, hielt sich die Frustration in Grenzen. Schließlich hab ich das große Ganze vor Augen. Dorn aus dem Motor und den Clio wieder laufen hören. :)

      Ein paar Pixeleindrücke gibt es trotz wenig Fokus auf dem Knipsen ;)







      Schraube musste aufgesägt werden. Dazu habe ich zuvor mit dem Messer den Gummi oben am 40erTorxkopf rundrum abgeschnitten und konnte dann schön mit der Eisensäge ansetzen.












      Evtl. für den ein oder anderen ein kleiner Tip. Zentralmutter der Antriebswellen lösen, wenn das Auto bereits angehoben und das Rad entfernt ist: An den Belüfteten Bremsscheiben einen stabilen Schraubendreher in entsprechender Größe einstecken und dann mit einem langen Hebel arbeiten. Aber Obacht! Der Schraubendreher sollte so gesteckt werden, dass beim Öffnen der 30er Mutter die Belastung auf den Bremssattelhalter und nicht den Bremssattel selbst geht. Der Hebelarm von der Bremsscheibe außen zur Antriebswelle ist grob 6-7 mal so lang wie ein direktes Ansetzen mit der Ratsche an der Mutter. Nehmen wir mal an, an der Zentralmutter müssen ungefähr 280 Nm zum Lösen aufgebracht werden, dann wirkt am Sattelhalter nur 1/6 bis 1/7 der Kraft aufgrund des Hebelgesetzes. Das wären zwischen 40 und 50 Nm. Dann müssen er und Scheibe beim Bremsen deutlich mehr Kräfte aufnehmen.







      Des Weiteren wurden heute die Schrauben des Fahrschemels eingeweicht, um dort beim Lösen ebenfalls nichts abzureisen.

      Anschließend habe ich folgende Vorgehensweise vor:
      0) Fahrschemel entfernen

      1) (UNWAHRSCHEINLICH)Ölwanne ab, um evtl. den Dorn und dessen Position von innen zu erkennen. Vielleicht lässt es sich ja doch mit eingebautem Motor lösen
      2) Getriebe nach unten wegnehmen

      3) Nockenwellenscheibe lösen (Arretierwerkzeug habe ich heute im Keller angefangen zu bauen. Fotos gibts, wenn fertig) und Nockenwelle zur Sicherheit entfernen.
      -> @ Schreiberchen: An der Nockenwelle ist ebenfalls eine Kerbe wie an der Kurbelwelle, die in OT-Stellung auf 12 Uhr zeitgt. Da hat sich Renault was bei gedacht. Nockenwellenscheibe kann also nur in einer Position montiert werden. Quasi idiotensicher...

      4) Motorkran (evtl. mit zusätzlichem Motorhalter: Die gibts bei Ebay in Kombination für ca. 200 €) besorgen

      5) Motor ausbauen und die Kurbelwelle raus, um dem kleinen großen Problem - dem Dorn - ein Ende zu bereiten.

      Es bleibt spannend. Zuversicht und Motivation sind mit dem großen Ziel vor Augen immer noch vorhanden. 8)

      In diesem Sinne erst mal eine gute Nacht und bis bald :)
      Ich kleinen Schritten geht es kontinuierliche weiter.
      Immer noch das "große Ziel" vor Augen, der verda**** Dorn ;)





      Das Hebelwerkzeug wurde fertig







      Anwendung am Nockenwellenrad zum Kontern
      Ich glaube, Mutter und Zahnrad haben eingesehen, dass es bei diesem Geschütz keinen Sinn mehr hatte sich zu wehren...






      Ein kurzes Knacken, dann war das Rad ab...








      Lagerschalen entfernt: Im Haynes Reparaturhandbuch wurde davor gewarnt, dass möglicherweise die Schalen nicht beschriftet sind. Bei mir hatten alle entsprechende Zahlen drauf. Falsch herum können sie auch nicht montiert werden, da eine Seite eine Hülse besitzt und im Motorkopf entsprechend die Aussparung größer ist.







      Lagerschalen dennoch ordentlich in der richtigen Reihenfolge aufbewahrt





      Motor wieder auf dem Lager abgestützt. Es ging untenrum weiter





      Noch ist halbwegs Platz und Ordnung :rolleyes:





      Der Stabi wanderte raus. Hat über die Jahre gut gelitten...




      Das Lenkgetriebe musste vor dem Ausbaus des Fahrschemels noch von der Lenkstange entfernt werden





      4 mal Schrauben ab und der Fahrschemel hat sich von Chassis getrennt.
      Ich habe vor dem Lösen der Schrauben links und rechts jeweils einen Wagenheber untergestellt und ihn dann auf zwei Transportrollern abgelassen. Ganz leicht ist der Schemel samt Lenkgetriebe nämlich nicht. Da ich alleine war, wollte ich kein Risiko eingehen.






      Ein schöner Nebeneffekt der "Entkernung": So leicht komme ich nie mehr an die abgerissen Schraube im Fahrschemel. Die Niete wird gleich aufgebohrt und eine neue eingesetzt. Dann ist der vordere Unterbodenschutz auch wieder mit 2 Schrauben fixiert, so wie es sein soll. :)







      Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und der eine oder andere kann vielleicht einen Tip gebrauchen.

      Evtl. geht es morgen weiter. Ansonsten auf alle Fälle nächste Woche. 8)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „James“ ()

      Guten Morgen,

      vielen Dank fürs emsige Mitverfolgen der Reparatur! :)

      Ich habe mir heute (Nacht) vorausschauen auf den Zusammenbau schon mal ein bisschen Gedanken gedacht. Dabei werde ich einige Ersatzteile/DIchtungen (Nockenwellenlager, Ventildeckelgummi, Dichtmasse aus der Tube, Ölwannendichtung, hintere Stabigummis, evtl. auch Querlenkergummis etc...) tauschen müssen.

      Hat jemand vielleicht eine gute Bezugsquelle für diese Ersatzteile an der Hand, da es doch nicht unbedingt Standardteile wie Bremsscheiben o.ä. sind?

      Sonnige Grüße aus Bayern
      Also gute Anlaufstelle ist da natürlich Renault.

      Wenn man weiß, was für Dichtungen man braucht, kann man die theoretisch auch in der Industrie besorgen - kosten teils nur 1/10 oder noch weniger.

      Mit Dichtungen von Elring oder Victor Reinz macht man nie was falsch. Letzteres hat Reinzosil, Dichtmasse bis 300 Grad Temperaturbeständigkeit.

      Eigentlich haben kfzteile24 und Konsorten alles im Angebot, alternativ WM/Post/Trost.
      @sebisgrube:
      Vielen Dank für die Schlagwörter Reinzosil, Elring und Victor Reinz. Das hat mir schon mal weitergeholfen. :thumbup:
      Direkt in der Industrie bestellen können, wäre natürlich eine feine Option. Ich vermute, da werde ich aber ohne knowhow von dci-Kennern nicht weiterkommen ;)



      Nachdem der Fahrschemel jetzt weg ist, soll das Kühlmittel jetzt (ohne Sauerei) abgelassen werden. Wie sieht es da mit der Korrosionsgefahr von Kühler und Motorblock aus? Das taucht im Netz immer mal wieder zu diesem Thema auf. Beides wird bei mir nach dem Entleeren vermutlich einige Woche stehen bleiben.
      -> Passende Stopfen für den Kühler besorgen und wieder befüllen?
      -> Beim Motor stelle ich mir das schwieriger vor, da er sicherlich auch mal gedreht/auf die Seite gelegt werden wird.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „James“ ()

      Eine längere Doku-Pause liegt zwischen jetzt und dem letzten Feedback.... was aber nicht heißt, dass sich seitdem nichts getan hat. ;)




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      Nachdem das Kühlwasser aufgrund des entfernten Fahrschemels quasi sauereifrei abgelassen werden konnte...




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      wanderten 2 Kühlwasserschläuche nach draußen und die Sicht auf das Schwungrad war frei. Die Hand im Foto ist stellvertretend...



      vielmehr sprang mit bei der eigentlichen Aktion Karsten total spontan zur Seite und erledigte die Aufgabe mit Bravour. Während nahm ich mir die bis dato immer noch festsitzende Mutter der Kurbelwelle vor. Genauso wie weiter oben im Thread bei der Nockenwelleschraube brauchte es das richtige Werkzeug bzw. die richtige Kraftübertragung.

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      Zack, verloren und der Zahnriemen war endlich frei. :)


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      Als nächstes musste der Anlasser weichen. Neben den beiden Schrauben sorgte eine Nase für Arretierung am Bestimmungsort. Diese war so festgegammelt, dass es mich einige Nerven gekostet hat, bis ich wie auf dem Bild zu sehen den Anlasser in der Hand halten konnte.




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      Dem malträtierten Dorn weiterhin auf den Fersen, gings daran, Motor und Getriebe jeweils abzustützen und voneinander zu trennen.



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      Stück für Stück wurde das Getriebe abgezogen und in Stufen nach unten abgelassen.



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      Bis es sich irgendwann seitlich sogar relativ entspannt aus dem Radhaus herausrollen ließ....Wirkt fast ein bisschen klein und verloren. ^^












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