Clio B 1.4 16V Ansaugung

  • Hallo Leute,


    ich hab bereits einige Themen über den 1.2er gefunden, die jedoch leider von 2007 sind und man die geposteten Bildern nicht mehr findet.


    Ich fahre einen Clio B 1.4 16v von 2003 mit 98PS, der mir auch sehr viel Spaß macht. Bei mir ist allerdings der Ansaugschlauch kaputt gegangen und mir ist in den Sinn gekommen, anstatt den Originalen hinter den Scheinwerfer zu klemmen, einen zu basteln der eventuell besser an Frischluft kommt.


    Diesbezüglich hätte ich einige Fragen, die wären:
    - Was für einen Schlauch nehme ich am besten?
    - Welchen Durchmesser sollte er min. bzw max. haben?
    - Wie verlege ich ihn am besten und wo soll er befestigt werden?


    Mir ist noch eine andere Sache aufgefallen, und zwar dass ich im Innenraum beim beschleunigen bzw. unter Last ein dröhnen habe der nur auftritt, wenn die Gaspedalstellung über 50% getreten wird. Ich habe den Clio seit ca. einem Jahr und das war das erste was mir aufgefallen ist. Vielleicht hat ja der eine oder andere eine Idee dazu.


    Ich bedanke mich schon mal im Voraus für eure Antworten

  • Ach und bezüglich des Dröhnens, das kann auftreten, wenn der Aunsauggeräuschdämpfer nicht richtig auf dem ovalen Anschluss vom Luftfilterkastendeckel sitzt und quasi ein Spalt entsteht. Dass es vom defekten, dünnen Ansaugschlauch selbst kommt, kann ich mir nicht vorstellen, weil vorher der Geräuschdämpfer sitzt.
    Ganz abgesehen davon kann es noch andere Gründe geben, wie z.B. defekte Motorlager, oder irgendwas geht an und macht Geräusche.

  • Hier in Textform: Optimierung der Ansaugung


    Falls ich die Fotos noch irgendwo finde lade ich sie wieder hoch und poste es hier mit Bildern.


    [edit] ein paar Fotos gefunden... [/edit]


    Zunächst baut man den Kasten aus, dazu benötigt man als besonderes Werkzeug nur eine Torx-Nuss (E10?) oder ne normale 7er mit etwas Alufolie ;) für die beiden oberen Schrauben.


    Die Optimierungsmaßnahmen liegen jetzt zunächst darin, dass der serienmäßige Schnorchel um etwa 20-25mm gekürzt wird. Dazu eignet sich ein Metallsägeblatt einer größeren Bügelsäge, ein "Dremel" oder vergleichbares Werkzeug am Besten. Der Schnorchel ist als doppelwandiges Rohr aussgeführt, sodass man durch zwei Wandungen durch muss.



    so sieht das abgeschnittene Teil aus,

    vorne:


    hinten:


    Jetzt misst man von außen (Drosselklappenmontageseite) den Abstand um den das verbliebene innere Rohr tiefer nach innen versetzt ist, als das äußere und notiert sich dies. Das innere Rohr entfernt man jetzt indem man es an den vier Stegen das es noch hält mit einem Sägeblatt abtrennt. Zweckmäßigerweise so nah wie möglich am inneren Rohr, sodass die Stege so lang wie möglich bleiben, dies erleichtert später das Zentrieren des neuen Schnorchels.


    Nach dem Kürzen fräst man wieder mit dem "Dremel" die Rippen im Kasten sowie im Deckel weg. Im Deckel enfernt man nur die Querrippen, die Längsrippen können stehen bleiben, da sie als "Leitbleche" fungieren und die Strömung beruhigen.


    ,

    In den nächsten Schritten geht um das Einsetzen eines neuen Ansaugschnorchels. Als Basis dafür dient ein Monacor BR-70HP Bassreflexrohr   https://www.voelkner.de/produc…nnen-Durchmesser57mm.html , oder was vergleichbares. Wichtig ist eine schöne Trompetenform und die passende Größe.



    Dieses wird auf eine Länge von 35-40mm gekürzt. Dann hat es auch den passenden Durchmesser von 60mm und geht bei der Montage dann perfekt in die Drosselklappe über. Die Schnittfläche muss sauber und plan mit einem Schleifpapier geschliffen werden.



    Vergleich mit dem "alten":


    Dann wird ein Stück (ca. 10mm) seitlich abgeschnitten,



    ....weiter geht´s im nächsten Posting wegen Attachmentlimitierung.


  • sowie die Krempe auf weiteren ca. 90°, damit das Rohr sauber eingepasst werden kann,



    Feinanpassungen nach Bedarf durch immerwieder reinhalten...



    Bevor man den neuen Schnorchel einklebt, reinigt man den Luftfilterkasten innen mit Bremsenreiniger und bläst ihn mit Druckluft aus (Schutzbrille!), damit alle Kunststoffspäne draußen sind und diese nicht eingesaugt werden können.


    Jetzt kann man den neuen Schnorchel einkleben. Als Kleber verwende ich Terostat 9220, einem Karosseriekleber von Teroson. Dieser eignet sich deshalb sehr gut, weil er gut haftet und eine geeignete Härte besitzt, außerdem ist er silikonfrei, was auch sehr wichtig ist. Silikon sollte vermieden werden, da schon geringe Mengen die irgendwie verbrannt werden, die Lambdasonde irreversiebel schädigen können.


    Beim Einkleben muss man darauf achten, dass der Kleber um den ganzen Umfang sauber abdichtet und man das Rohr ordentlich zentriert und wieder in der gleichen Tiefe (den Wert den man sich notiert hat) wie das ursprüngliche positioniert.

    Jetzt muss das ganze 24h aushärten, danach kann man den Kasten wieder am Motor anbauen.


    Der Vollständigkeit halber ersetzt man auch gleich den Ansauggeräuschdämpfer der am ovalen Eingang des Luftfilterkastens sitzt durch einen schwarzen Papier-Alu-Schlauch mit 90mm Durchmesser (z.B. Stahlgruber), oder: https://www.ebay.de/itm/222005546985


    Das sieht dann so aus:



    den man direkt an die ovale Öffnung des Luftfilterkastens anbringt (Schlauchschelle) und dann so nach vorne verlegt, sodass dieser gut angeströmt werden kann.



    Optimal dafür ist die Öffnung des linken Nebelscheinwerfers mit einem Gitter davor, wenn man den Schlauch dorthin verlegen kann.



    In Kombination mit einem Bauwollluftfiltereinsatz unauffällig und effektiv.


    Nach ein Wort zu den Luftfiltereinsätzen. Ich würde hier keinen K&N (33-2194) empfehlen, da dieser nicht die komplette Filterfläche nutzt.



    Besser BMC (FB218/01), JR, oder Green.