Motorschaden durch falsches Öl

  • sebisgrube


    Ich bitte meine Frage an den OP zur Kenntnis zu nehmen. Die technischen Zusammenhänge interessieren mich nicht, da sie mir bewusst sind. Mir geht es darum, wie der Rechtsstreit weiterging.


    Kannst du irgendwelche Quellen für Deine Behauptungen nennen:

    Anmerkung

    1. In der Praxis sind die Fahrbedingungen sicherlich von Bedeutung, rein rechtlich ist dies jedoch unerheblich. Die Werkstatt muss sich an die herstellervorgaben halten und das vom Hersteller vorgeschriebene Öl verwenden und die Ölwechselinterballe einhalten. Ob die Werkstatt oder der Meister dies als sinnvoll ansieht spielt keinerlei Rolle. der BGH hat bereits in einem Urteil festgehalten, dass ein Motorschaden die zwangsläufige Folge eines falschen Motoröls ist.


    Bei Verwendung eines falschen Öl verletzt die Werkstatt grob fahrlässig ihre Sorgfaltspflichten nimmt billigend die Schädigung des Eigentums des Kunden in Kauf und trägt das Haftungsrisiko. Aus diesem Grunde weigern sich Werkstätten häufig auch mitgebrachtes Kundenöl einzufüllen.


    2. der Werkstattleiter (in der Regel der meister) ist vollumfänglich für alle Vorgänge im Bereich der Werkstatt verantwortlich und haftet gegebenenfalls auch


    Punkt 1 und 2 können jederzeit via Google überprüft werden

  • Ich hab mir den ursprünglichen Thread von bockelmaenner nun nochmal durchgelesen und im Grunde steht da alles drin, was Du wissen möchtest.


    Motorschaden CLIO V GT 120 EDC


    ab Seite 6 beginnt die letztliche Auflösung wie es endete und auf der letzten oder vorletzten Seite steht es dann nochmal zusammengefasst.


    Die Fälle sind insofern nicht vergleichbar, da der Wagen 100tsd km weniger am Tacho hatte und erst um die 2 Jahre alt war.


    Entsprechend hatte er - Glück - dass er den Löwenanteil trotz Wartung bei einer freien Werkstatt seitens Renault via Kulanzregelung bekommen hat. Er musste "nur" 2500 Euro für die Arbeitszeit berappen, 7500 Euro Teile wurden wegen des geringen Alters und Laufleistung als Kulanz von Renault übernommen.


    Steht eigentlich alles drin, letztlich auf Basis eines Rechtsanspruches ist da gar nix passiert. Es wurde nur über Anwälte angeleiert.


    Da Du weder so wenige km hast, noch ein so junges Auto sind die Fälle halt - leider - nicht vergleichbar.

  • MKK :


    Alter,Laufleistung, Fahrstil, Pflegezustand, Wartungsstau,....


    Sind alles Gründe, warum etwas kaputt gehen kann. Du behauptest etwas. Demnach bist Du in der Beweispflicht. Du musst beweisen, dass es so passiert ist. Nicht die andere Partei.


    Und wenn man Aufträge vergibt und diese nicht kontrolliert, dann ist man einfach selber schuld. Auf der Rechnung wird stehen, x Liter 10W40. Du aber weisst, dass das nicht das richtige Öl ist, warum reklamierst Du nicht umgehend? Sondern fährst so damit rum?


    Es ist wohl einfach die Schuld jemand anderen zuzuschieben. Hätte man alles nach dem Service kontrolliert und sich die ersetzen Teile zeigen lassen, dann wäre vieles nicht passiert.


    Aus meiner Sicht, dumm gelaufen für Dich.


    Und wie Du selbst schon schreibst, wir haben keine Ahnung. Wir sind alle dumm.

  • Hallo lieber MKK,


    ich kann deinen Frust grundsätzlich gut nachvollziehen gebe aber zu bedenken das du dein Recht bei Gericht vorbringen musst.

    In wie weit ein Gericht jetzt einem Gutachter glaubt, sei nun ein mal die Sache des Gerichtes.


    Ich will jedoch darauf hinaus das deine ursprüngliche Frage nicht beantwortet werden kann. Der User sitzt hier nicht mehr. Nur Ist die Entwicklung des Gespräches eher dahingehend verlaufen das wir, also alle diskutanten das Urteil und deine Aussagen nun bewerten und schlussfolgern.

    Auf hoher See und vor Gericht bist du jedoch auf dich allein gestellt.


    Wenn also keine Fragen sind oder Anmerkung hinsichtlich deiner eingangsfrage, würde ich hier zu machen.

  • @Mike_16V


    Es ist juristischer Unsinn, dass der Kunde die Rechnungen oder sonst etwas kontrollieren muss. Hierzu gibt es jede Menge Gerichtsurteile. Bitte erzähle hier nicht solche Räuberpistolen, die andere zu falschen Handlungen oder Schlüssen verleiten können.


    Der Kunde muss nicht kontrollieren, ob die Werkstatt fachgerecht gearbeitet hat, sondern muss sich darauf verlassen können, Dass das falsche Öl eingefüllt wurde , war für meine Frau nicht erkennbar. Dies hat sich dann erst im Zuge der Beweisaufnahme vor Gericht herausgestellt. Ebenso wie andere Schlampereien der Werkstatt, die gemäß Gegengutachten je für sich dazu geeignet waren den Motor zu schädigen und den Motorschaden herbeizuführen.


    Eine Werkstatt darf grundsätzlich kein nicht freigegebenes Öl verwenden, es sei denn der Kunde hat dies ausdrücklich beauftragt (und das muss sie dann beweisen)


    Korrekt ist jedoch der Hinweis von Karsten:

    "In wie weit ein Gericht jetzt einem Gutachter glaubt, sei nun ein mal die Sache des Gerichtes."


    Das ist ein tatsächlich ein zentrales Problem, da die Richter teilweise ihren gesunden Menschenverstand ausschalten und selbst offensichtlich fehlerhaften Gutachten blind folgen

  • @Der_Roman


    Es wurde ein Kolbenspiel von 0,12 bis 0,18 mm gemessen. Gemäß Sachverständigen handelt es sich hierbei um einen für 130 000 Kilometer ungewöhnlichen Verschleiß und einen Motorschaden.


    Der auf Verbrennungsmotoren spezialisierte IHK_Sachverständige schreibt. dass ein Zusammenhang zwischen der Motorfehlsteuerung und dem Verschleiß wahrscheinlich ist. Dies wurde mir auch von mehreren KFZ-Meistern bestätigt.

  • Sorry, aber dem kann ich nicht zustimmen.


    Man muss nicht kontrollieren? Wie blauäugig bist Du eigentlich?


    Das grösste Vertrauen, trotzdem kontrolliere ich alles! Fehler können immer passieren. Bewusst, oder unbewusst. Die versucht man dann sachlich zu lösen. Paragrafenreiterei hilft da nichts.


    Denke Du, wie Du denkst. Ich jedenfalls habe mit meiner freien Werkstatt in Deutschland nur sehr gute Erfahrungen gesammelt. Und ich werde informiert, wenn zusätzlich zum Auftrag etwas dazu kommt. Alles wird auf die Seite gelegt und man wird gefragt, ob man es sehen möchte, bzw. ob sie es entsorgen dürfen.


    Wenn Du an den Weihnachtsmann 🎅 glaubst, dann mache das. Kannst dann ja juristisch gegen vorgehen, wenn er nicht kommt. Schlussendlich soll und muss man alles kontrollieren. Wenn nicht, dann nicht im Nachgang jammern.


    Ich habe mir meine Meinung gebildet. Daher bin ich hier jetzt raus.

  • @Mike_16V


    kontrollierst du auch beim Metzger, ob er die Hygienevorschriften einhält und sich im Fleisch keine Salmonellen befinden ?


    Wenn Du die Werkstattleistungen kontrollierst, dann kann dies aus Deiner Sicht sinnvoll sen. Es ist aber keinesfalls so, dass man hierzu irgendwie verpflichtet ist.


    Zum Schluss muss ich dann auch noch die Reifen eines Taxis kontrollieren, damit ich mich keiner Unfallgefahr aussetze. Deine Rechtsauffassung ist einfach falsch. Die Werkstatt hat eine Hinweis- und Aufklärungspflicht und außerdem muss sie die Herstellervorgaben einhalte, Ansonsten haftet sie,

  • Mike geht es darum, dass es eventuell möglich gewesen wäre, dieses "Theater" komplett zu umgehen, wenn die Arbeiten damals kontrolliert worden wären.


    Die Eingangsfrage, was aus dem damaligen Fall wurde, kannst Du ja wie gesagt herauslesen, allerdings sind die Fälle eben NICHT vergleichbar.


    Du hast im Prinzip das Problem, dass Du nicht wirklich weißt, wie groß das Kolbenspiel tatsächlich sein muss, Du weißt außerdem nicht, wie es vor dem letzten Ölwechsel war, Du hast nur einen Kompressionswert, der darauf aber keinen direkten Rückschluss zulässt und außerdem nicht bekannt ist, wie er gemessen wurde.


    Eine Fehlsteuerung führt zu falschen Steuerzeiten. Der von Dir genannte Ausfallgrund "Kolbenspiel zu groß --> Motorschaden" ist - so es denn tatsächlich so der Fall ist, ein Problem das aus zu hoher Reibung resultiert, denn nur durch Reibung kann Material gleichmäßig und ohne großes Krachpengschepper abgetragen werden. Eine Fehlsteuerung führt dazu, dass Deine Verbrennung nicht mehr optimal abläuft, aber sie kann weder den Kolbenmitteldruck so drastisch erhöhen, noch die Temperaturen im Brennraum bei normaler Fahrt zu extrem überhöhen, noch ist sie in direkter mechanischer Weise dazu fähig.

    Ich gehe jetzt von einer Fehlsteuerung aus, die sich in einem Rahmen bewegt, dass man mit dem Auto noch fahren kann. Es kann auch krasse Fehlsteuerungen geben, aber dann wollen Motoren i.d.R. nicht mal mehr wirklich laufen (und so fährst Du sicher keine knapp 30tsd km) oder die Ventile schlagen direkt auf den Kolben auf und dann hat sich das Thema auch erledigt.

  • Anstatt hier nur mit Brotkrummen an Infos und Behauptungen aufzufahren, dass ich keine Ahnung habe, warum bist Du hier im Forum und fragst nach Hilfe? Du willst doch alles besser wissen und glänzt mit angeblich juristischem Wissen.


    Recht haben und Recht bekommen, ist nicht das Gleiche!


    Du willst hier Auskünfte einholen. Doch einen Hintergrund über besagtes Fahrzeug nennst Du uns nicht.


    Du weisst, es sei ein bekannter Problem Motor, der in anderen Fahrzeugen auch verbaut ist. Warum geht man dann nicht in die Markenwerkstatt? Reicht das Geld nicht? Oder geht gegen den Hersteller vor.


    Wie bereits geschrieben, Du behauptest etwas. Dann musst Du das beweisen. Nicht die Gegenpartei ihre Unschuld.


    Und so schlau wie Du sein willst, warum hat man keine Ölanalyse in Auftrag gegeben? Muss man halt zuerst selber bezahlen und kostet nicht wenig. Vielleicht zu teuer für Dich?


    Der ganze Post von Dir ist voll mit Behauptungen ohne beweisfähige Fakten. Nur Fakten zählen. Nicht ein hätte, wäre, wenn.


    Hättest Du handfeste Fakten, hättest damit auch das Gericht überzeugt.


    Lebe Du weiter in Deiner eigenen Welt, wo man alles glaubt, aber nichts nachfragen und kontrollieren muss.


    Vertrauen ist gut, Kontrolle besser. Das wurde mir beigebracht und so handel ich auch.

  • sebisgrube


    ...durch ne verschlissene Zylinderlaufbahn würde sich das Kolbenspiel schon erhöhen, aber auch die Kolbenringe würden dann zumindest Verschleiß aufweisen. Tiptop ist halt so ne Sache... Tiptop im Sinne "dichten gut ab" oder Tiptop im Sinne "Nennmaß im Rahmen der Toleranz".


    Was mich auch mal noch brennend interessieren würde: wie ist denn die Kompression jetzt?

  • ...bin da ganz Deiner Meinung! Mich würde das Nennmaß mal interessieren, also Nennmaß Kolbenspiel.


    Ich hab nur aus Interesse gegoogelt und was ich so gesehen hab, allerdings muss das nix heißen, sind Übermaßkolben in 0,25mm Durchmesser Aufmaßen zu haben. Davon mal ausgegangen kann das wie auch immer gemessene Kolbenspiel so viel zu groß nicht sein, der Kolben muss sich ja schließlich noch ausdehnen können ohne zu klemmen.

    Leider weiß ich nicht, was so normal ist und schon gar nicht bei diesem Motor, aber so rein aus dem Bauch heraus kommt mir das nicht viel Spiel vor... Der Kolben wird ja thermisch - auch unten am Hemd - deutlich mehr belastet, bzw er dehnt sich sicher mehr aus als die Zylinderwand...


    Aber wie Karsten sagt: Alles Spekulation und Recht oder Unrecht bekommt der TE nur vor Gericht.