Der Verbrennungsmotor hat noch eine lange Zukunft

  • Renault Motorenchef Remi Taffin, hat in einem Interview mit AMS über die Formel 1, eine interessante Aussage gemacht:


    "Taffin: Ein Automobilhersteller will natürlich Motoren, die auch für die Serie relevant sind. Oder das Know-how der Serie im Rennsport nutzen. Viele reden den Verbrennungsmotor bereits ins Grab. Ich glaube, dass er noch eine lange Zukunft hat. Schauen Sie sich unseren aktuellen Motor an. Wir erledigen einen sehr guten Job, das Benzin so effizient wie möglich zu verbrennen. Leider vermarkten wir das, was wir erreicht haben, sehr schlecht. Die Motoren sind nicht nur so effizient wegen des Hybridanteils. Einen sehr großen Anteil liefert da auch der Verbrenner. Das sollten wir den Leuten erzählen. Die Frage der Zukunft wird sein, ob wir den Hybridanteil erhöhen oder lieber mit umweltfreundlichen Kraftstoffvarianten operieren sollen."


    Das vollständige Interview ist hier nachzulesen:

    https://www.auto-motor-und-spo…terview-renault-motor-f1/

  • Das Problem ist nicht, dass der Verbrennungsmotor nicht effizient wäre oder noch Potential hätte. Auch nicht, ob es der Motorenchef von xyz gut vermarkten kann oder nicht.

    Aktuell ist das einzige, dass hier tatsächlich lenkt, der politische Druck. Und je nachdem, in welche Richtung das weiter geht, wird sich auch der Verbrennungsmotor weiter entwickeln oder sterben. Ganz einfach.

  • Defenitiv. Elekto ist keine Alternative FÜR ALLE...

    Wenn man mal Global schaut macht DE und Californien und Korea/Japan und China die Vorreiter/Entwicklungsarbeit. Batterien sind nach wie vor noch in der Entwicklungsphase; Wasserstoff wird noch nicht entsprechend gepusht, weil sie damit weniger verdienen läßt.

    Autos müssen wieder langsamer, leichter werden. Die Menschen müssen das aber erkennen und per Marketing, Werbung + alle Medien dahingehend beeinflußt werden.

    Am Ende wird die Mischung es machen. Es gibt Bedingungen da sind Verbrennungsmotoren günstiger und nicht für alle/jeden sind Elektromotoren+Stromversorgung möglich. Das Mobilitätskonzept der Zukunft können wir uns momentan nur erträumen.


    Mal sehen wo die Reise hingeht.

  • Ja, eAutos sind noch nicht zufriedenstellend in allen Fahrzeugkategorien vertreten. Es ist eine top-down Herangehensweise, von der Oberklasse, in die Kompakt- bis Kleinwagenklasse.


    Aber Wasserstoff wird es im PKW Segment nicht mehr in nennenswerten Stückzahlen geben, es ist konstruktiv ein heiden Aufwand und auf der Kostenseite lassen sich die Fahrzeuge nicht wirklich an den Kunden bringen. Je besser die Batteriezellen werden, desto eher ist hier der Drops gelutscht.


    Der Transformationsprozess weg vom Verbrenner, hin zu batterieelektrischen Neuwagen wird schätzungsweise runde 10 Jahre brauchen, konservativ könnte man auch 15 Jahre ansetzen. Aber RIchtung 2030/35 wird kaum ein Neufahrzeug noch mit einem Verbrennungsmotor mehr gekauft werden.

    Wo die Reise der Plug-In und Voll-Hybride geht, weiß ich nicht aber deren Bedeutung wird auch zurückgehen.


    Für die nächste Zeit wird mich bald eine Clio E-Tech begleiten und meinen (eigentlich sehr geschätzten) Kleinwagen (Clio 3 TCe100) ersetzen.


    Aber in einem Punkt stimm ich sehr zu: Autos müssen wieder leichter werden, das massive Untersteuern einer Zoe, mit knapp 1,6t Masse finde ich nicht wirklich gut. Ein Kleinwagen sollte wieder in Richtung 1,1-1,2t kommen. Die neue Alpine A110 zeigt hier richtig gut, was es bedeutet, ein "gutes" Auto zu sein - bezogen auf Fahrdynamik und Leistung. Es muss nicht immer "mehr" werden, es muss aber "richtig" gemacht sein.


    Wir dürfen heute nicht den Fehler machen, anhand der derzeitigen Fahrzeuge die Entwicklung vorauszusehen. Die eMobilität gibt's in nennenswerter Ausprägung, erst sein 2012, also groben 8 Jahren. Da liegt noch weit mehr auf dem Weg vor uns, als wir bislang erleben konnten.