Starterbatterie tausch mit Start Stop System

  • Hallo,


    darf man bei Renault wegen dem ESM Batteriesensor die Starterbatterie noch selber tauschen, also hat Renault ein selbstlernendes Energiemanagement - System, oder muss immer von der Autowerkstatt die neue Batterie angelernt bzw die alten ESM Daten zurückgesetzt werden?

    z.B. beim Clio 4.


    Danke

    Mfg

    _____________________________________________________________
    Renault Clio IV Limited TCe75 (76 PS Turbo / 120 Nm) mit 6 Jahren Plus-Garantie

    Produktionscode Y: EZ 08/2019 aus Revoz in Slowenien Motor: H4B408 (H4BB408)

    Media NAV EVO late 2018 Android-Linux 1.0.13.3.369_r60 + EU Maps (06/2020) Q2/2020

    Rangliste Verbrauch TCe75

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  • Musste bei meinem C4RS letztes Jahr die Batt. abklemmen, da der Touch Bildschirm

    nicht mehr reagiert hat.

    Nach dem anklemmen hat alles wieder normal funktioniert.

    In der BDA steht evtl. was nützliches.

    Evtl. muss die Reihenfolge beachtet werden beim An-/Abklemmen?

  • Besser ist es, wenn die neue Batterie in der Fachwerkstatt angelernt wird, da dann alle Funktionen von Anfang an wieder zur Verfügung stehen.

    Ansonsten dauert es eine Weile, bis die neue Batterie vollständig angelernt ist.

  • Hallo,


    danke für die Infos, lt. Google konnte ich ähnliches finden, aber keine 100% Anleitungen für Renault, da es am Markt verschiedene Systeme gibt, wäre es super falls hier ein Renault Techniker ist der auf den „Heiligen Renault FHO Schriften“ hier den Text posten oder einscannen könnte, speziell für Clio mit Start / Stop und Rekuperator-Funktion.


    Lt. Google muss man auch noch sehr darauf achten, dass man bei diesem System NUR eine AGM Batterie verbaut (60Ah Preise so 120-160 Euro), da diese viel mehr Ladezyklen und auch die Tiefentladung besser aushalten soll.


    Fall man eine normale Bleibatterie einbaut (60 Ah Preise 60-80 Euro) kann diese durch die vielen Ladezyklen bei der Rekuperation und die tiefere Ladung von rund 80%-90% (91-100% nur beim Verzögern oder Bremsen) statt immer auf 100% wie OHNE dem ESM - Energy Smart Management schon nach wenige Monaten defekt sein, bei einigen Herstellen muss man sogar die Ah im Steuergerät eintragen also, wenn man eine 60Ah durch eine 70/80 Ah ersetzt wird die vermutlich nie mehr vollgeladen vom ESM System.


    Das könnte auch erklären, warum einige schon nach kurzer Zeit jammern Batterie ist platt, also es wird eine Bleibatterie verbaut und denkt ich schalte Start / Stop sowieso immer aus, dabei wird aber vergessen, dass das ESM immer aktiv ist und die Batterie anderes ladet als früher ohne ESM (= zwischen 12-14,8 Volt) und dann ist die normale Bleibatterie schnell wieder Platt (spätestens nach 12 Monaten), nach meinen eigenen Testen kann man bei Renault das ESM nur austricksen, wenn man immer mit Licht fährt, dann wird immer so wie im alten System geladen, also gleichmäßig mit rund 14,4 Volt (je nach Temperatur und Ladezustand auch etwas niedriger 13,2-13,8 Volt) und immer ohne die kurze Rekuperation auf 14,8 Volt und ohne die komplette Abschaltung der Ladung via ESM auf 12 - 12,7 Volt.


    normale Bleibatterie = für KFZ ohne Start / Stop und ohne ESM (60-80 Euro 60 Ah)

    EFB Bleibatterie = für KFZ mit Start / Stopp ohne tw. auch mit ESM Energie Rückgewinnung * (100-120 Euro 60 Ah)

    AGM Bleibatterie = für KFZ mit Start / Stop und ESM Energie Rückgewinnung (120-160 Euro 60 Ah)


    *EFB div. Markenhersteller auch tw. für ESM Rekupertion tauglich (EFB mit viele Ladezyklen nötig) und EFB sind viel Hitzebeständiger bei Montage im Motorraum als AGMs Akkus die bei über ständig 40 Grad tw. dann nur 2 Jahre halten und im Sommer eher defekt werden. (= austrocknen)


    Es funktionieren schon alle überall, nur gehen die "falschen" (Blei) Batterien eben schneller kaputt (tw. schon nach wenigen Monaten), wenn im "falschen" System mit ESM verbaut. Eine höherwertige EFB oder AGM Batterie kann aber durchaus auch in alte KFZs verbaut werden, sollen dann noch ein paar Jahre länger halten.


    Hier ein Video (Batteriesensor für das ESM System), das es sehr gut erklärt und am Ende vom Video den Tausch der Batterie:


    Video Unterschiede AGM und EFB Batterien:


    Montagevideo für Clio 4 Motor TCe90 auch hier wird KEIN Einlernen, KEIN ESM Reset empfohlen:
    (Tipp: Untertitel aktivieren + bei den youtube Einstellungen dann die automatische Übersetzung auf Deutsch)


    mfg

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  • FHO = die Fachwerkstatt ist damit gemeint, also orginal Renault

    Also was schreibt Renault beim Batterietausch mit S+S und ESM den Fachhändlern vor?

    Hat vielleicht jemand hier einen Scan vom Renault Clio 4 REP-Handbuch zu diesem Thema?

    Durch diese Anleitung kann man ev. erkennen ob wirklich komplett selbstlernendes System vorhanden.


    PS: Hab leider original nur eine 60 Ah EFB Batterie drinnen, vermutlich aber (nicht nur weil Renault spart) sondern auch weil sie im Motorraum ist und EFB angeblich hitzebeständiger ist im Vergleich zur AGM, die AGM kann dann angeblich sogar eher austrocknen, darum haben ja viele Hersteller (rund 40%) die Batterie nicht mehr im Motorraum.


    mfg

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  • Da gibts nix anzulernen!

    Wichtig ist aber das auch die richtige Batterie rein Kommt, z.B. EFB!

    Nicht einfach eine rein stellen die von der Größe in etwa passt...



    Danke für die Info.


    Also muss man beim aktuellen Clio 4 das ESM System nie rücksetzen, also alten Werte (alt Ladezyklen) von alt Batterie rauslöschen wie im Video oben beschrieben?

    Auch wenn man statt einer 60 Ah nun eine 70-75 Ah EFB oder AGM einbaut, also das System lernt immer selber?


    Also Stromunterbrechnung bedeutet neu lernen für das ESM System?



    mfg

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  • gestern in einen Corsa B Bj. 1994 eine 44 Ah eingebaut .... bei 1,2 ltr.
    Also reicht doch eine 60Ah für bis zu 1,6 ltr. im Clio?


    Bei den alten KFZ ohne ESM musst du einfach auf die Leistung der LIMA schauen, wenn LIMA min. 90-120 A sollte es passen, bei 60-75 A LIMA könnte es eng werden und die Batterie viel länger brauchen um voll zu werden oder BATT gar nicht mehr voll werden und normale Blei Batterien sollten aber immer 100% voll sein.


    Bei meinem alten Corsa war auch ein 44 Ah drinnen hab auf einer 56 Ah aufgerüstet, lt. Opel ist das beim Corsa C (Benzin) das maximum sonst müsste man die LIMA auf eine stärkere tauschen.


    mfg

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  • @ der Tom: da war ein 44Ah von Arktis drin, deshalb zu ATU und eine no name (Norauto?)

    eingebaut und die Kiste läuft wieder .... gott sei dank.

    Kiste steht die meiste rum, da Kollege seit 3 Jahren in Hürth arbeitet und alle 4-5 Wochen dann wieder da ist.


    Bei meinem 4 RS ist nur eine AGM (steht so drauf, evtl. aber doch eine EFM?) original drin, Teile Nr. von Smart und Renault drin.

    würde mir dann so eine wieder einbauen und wieder Ruhe damit.


    Finde die AGM insgesamt robuster als Blei Säure. :)

  • Hier habe ich eine Übersicht gefunden bei welchem Hersteller man anlernen muss, einfach die Bilder weiterschalten und den Text unten beachten. Stand vermutlich 05-2016


    https://www.autobild.de/bilder…oetig--8668269.html#bild1


    Mfg

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  • Im VAG Konzern nicht erforderlich wenn die selbe Type mit annähernd der selben Leistung verbaut ist, lernt sich das System selbst ab. Die Seriennummer ändern ist nicht erforderlich.


    Es sind auch alle Funktionen sofort verfügbar.


    Also wenn die originale 68Ah hat und die neue 70Ah als Beispiel, ist keine Anpassung erforderlich.


    Nur wenn eine große Änderung der Leistung oder eine andere Type verbaut wird, muss es angepasst werden im Steuergerät.

  • Hallo,


    hier noch ein interessanter Beitrag vom Batteriehersteller Banner:

    https://www.bannerbatterien.co…von-Start-Stopp-Batterien


    Zitat

    Verbauen Sie keinesfalls eine konventionelle Nassbatterie in einem Fahrzeug mit Start-Stopp-Funktion, das serienmäßig mit einer EFB- bzw. AGM-Batterie ausgestattet wurde. Hier ist im Bedarfsfall unbedingt wieder eine EFB- bzw. AGM-Batterie einzusetzen! In identem Gehäuse und ähnlicher Leistungsklasse.

    PS: Geringe Abweichungen bei Kapazität bzw. Kaltstart haben keine Auswirkungen auf sicheren Start und optimale Bordnetzversorgung!

    Zitat

    Selbstlernendes System.

    Bei fortgeschrittenem Alter einer Batterie speichert das Fahrzeugsystem „defekte Batterie“. Wird also eine neue Batterie verbaut, ohne dass ein BEM-Code eingegeben wird, erkennt das Fahrzeug am Anfang nicht, dass eine neue Batterie eingebaut wurde. Der neue Batteriezustand muss dem Energiemanagement also über Eingabe eines BEM-Codes mitgeteilt werden, oder über ein Mehrmarken-Diagnosetool wie dem Banner Battery Service Tool (BBST) initialisiert werden, ist beides nicht vorhanden muss das System den neuen Batteriezustand erst einlernen. Je mehr „Triggerereignisse“ (=Impulse, Signale z.B. Starts, Kaltstarts, Zyklen) die Batterie besteht, umso schneller geht das. Die Herstellerangaben schwanken hier zwischen 2 Betriebsstunden und bis zu 6 Tagen. Der Fahrzeugcomputer gibt meist innerhalb weniger Stunden sukzessive die zuvor eingeschränkten Systeme, wie z.B. die volle Leistung der Klimaanlage, wieder frei. Länger kann es dauern bis angezeigte Fehlermeldungen im Fehlerspeicher zurückgesetzt werden. Passiert dies nicht aktiv durch ein Banner Battery Service Tool (BBST), so dauert es gewöhnlich einige Tage (je nach Hersteller maximal bis zu 6 Tagen) bis das System den neuen Zustand der Batterie erkennt und die Fehlermeldungen selbstständig zurücksetzt.


    Fazit: Der Kauf und die BEM-Codierung einer Original-Ersatzteilbatterie anstelle einer Ersatzteil-Batterie vom freien Teilemarkt - ohne BEM-Coderung - hat einen einzigen kurzfristigen Vorteil, dass sofort die komplette Funktionalität aller Systeme zur Verfügung steht. Bitte beachten: Diese Funktionalität erreicht die Batterie ohne BEM-Code, im Regelfall ebenfalls nach einiger Zeit und diversen „Triggerereignissen“ (=Impulse, Signale z.B. Starts, Kaltstarts, Zyklen).




    mfg

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